Verantwortlichkeiten des Dolmetschers


Nachfolgend finden Sie die wichtigsten Pflichten von Dolmetschern, wie sie in der Norm ISO 18841:2018 beschrieben sind. Diese Seite bietet eine Anleitung zu den beruflichen Erwartungen und Pflichten von Dolmetschern, um einen reibungslosen, ethischen und professionellen Dolmetschservice zu gewährleisten. Bei Tolk2Go halten wir uns an diese Normen, um eine effektive Kommunikation zu unterstützen und die Qualität der Dienstleistung aufrechtzuerhalten.

1. Annahme von Aufträgen im Rahmen der Qualifikationen

Dolmetscher sollten nur Aufträge annehmen, für die sie sprachlich qualifiziert sind und die ihren Fachkenntnissen entsprechen. Sie müssen sich vergewissern, dass die Arbeitsbedingungen für die erfolgreiche Erbringung von Dolmetschleistungen förderlich sind.

2. Erforderliche Informationen einholen

Die Dolmetscher müssen sicherstellen, dass sie alle relevanten Informationen im Voraus erhalten, einschließlich der Einzelheiten des Auftrags, Hintergrundmaterialien und aller technischen oder logistischen Anforderungen. So kann sich der Dolmetscher effektiv vorbereiten.

3. Professionalität bewahren

Vom Dolmetscher wird erwartet, dass er:

  • Pünktlichkeit und Vorbereitung auf den Auftrag.
  • ein professionelles Auftreten und Verhalten an den Tag legen und sich an die vorgeschriebene Kleiderordnung halten.
  • sich allen Beteiligten in angemessener Weise vorzustellen und ihre Rolle bei dem Auftrag zu erklären.
  • Befolgen Sie alle relevanten Protokolle, Ethikkodizes und Praxisstandards für das Dolmetschen.

4. Unparteiliches und genaues Dolmetschen

Der Dolmetscher muss die Botschaft getreu dolmetschen, ohne etwas hinzuzufügen, wegzulassen oder den Inhalt zu verändern. Sie sollten nach Möglichkeit in der ersten Person dolmetschen (direkte Rede) und den Kommunikationsfluss steuern, um Klarheit und Genauigkeit zu gewährleisten.

5. Verhaltenskodizes einhalten

Dolmetscher müssen die etablierten Protokolle, ethischen Richtlinien und professionellen Verhaltenskodizes befolgen, die je nach Land, Spezialisierung und Art des Auftrags variieren.

6. Wahrung der Vertraulichkeit

Dolmetscher sind zur strikten Wahrung der Vertraulichkeit der von ihnen gedolmetschten Inhalte verpflichtet, insbesondere wenn es sich um sensible oder private Informationen handelt. Sie dürfen keine Details des Auftrags an Unbefugte weitergeben oder mit ihnen besprechen.

7. Erforderlichenfalls Probleme melden

Treten Probleme auf, die die Qualität des Dolmetschens beeinträchtigen könnten, wie z. B. technische Schwierigkeiten, Sicherheitsbedenken oder Klärungsbedarf, sollte der Dolmetscher dies unverzüglich der zuständigen Person oder Organisation melden.

8. Angemessene Arbeitsbedingungen sicherstellen

Dolmetscher sollten sicherstellen, dass die Arbeitsbedingungen für den Auftrag geeignet sind. Wenn die Umgebung unangemessen oder unsicher ist, sollten sie diese Bedenken dem Kunden mitteilen und die notwendigen Anpassungen verlangen.

9. Auf das persönliche Wohlbefinden achten

Dolmetschen kann eine geistig und körperlich anstrengende Aufgabe sein. Dolmetscher sollten sich ihre Zeit gut einteilen, um Ermüdung, Burnout oder sekundäre Traumata zu vermeiden, insbesondere in Umgebungen mit hoher Belastung. Sie müssen bei Bedarf Pausen einlegen und alle Anzeichen von Erschöpfung oder Stress melden.

10. Nachbesprechung nach dem Auftrag

Nach Abschluss eines Einsatzes sollte der Dolmetscher gegebenenfalls an einer Nachbesprechung teilnehmen, um Probleme oder Herausforderungen zu besprechen, die während des Einsatzes aufgetreten sind. Dies trägt dazu bei, die künftige Leistungserbringung zu verbessern und Bereiche für die berufliche Weiterentwicklung zu ermitteln.

© ISO 2018 - Alle Rechte vorbehalten. Auszüge werden hier zu Informationszwecken verwendet. Die vollständige Norm finden Sie in der ISO 18841:2018(E).

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